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383rd Auction

14–15 & 18–23 March 2024 in Wiesbaden

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111100 | German Empire ➝ Stamps ➝ Brustschilde

Opening: 200 €

¼ Groschen grauviolett im waagerechten Paar je mit klarem EKr. "HAMBURG BAHNHOF 26.10.74" auf amtlichen Postkarten-Formular Postkarten-Formular an den Schweizer Schokoladenfabrikanten Philippe Suchard (1797 – 1884) in Neuchatel, Schweiz mit Ankunftsstempel. Obwohl die Karte unterfrankiert ist, wurde diese ohne Nachgebühren befördert. Die Postkarte oben mit Klebespuren, ansonsten in einwandfreier Erhaltung

Provenienz: J.J. Volny (97. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2006)

Opening: 700 €

¼ Groschen grauviolett, drei Einzelwerte mit Hufeisenstempel "STRASSBURG i. ELS.BHF 31.DECBR.74" (Spalink 36-4) auf komplettem Drucksachen-Faltbrief der Deutschen Unions-Bank mit rotem Handstempel "PD" nach Bordeaux mit Ankunftsstempel. Die Marken sind besonders farbfrisch, sehr gut geprägt und üblich gezähnt, eine seltene Mehrfachfrankatur und bislang einmalige Auslandsdrucksache nach Frankreich vom letzten Gültigkeitstag der 1⁄4 Groschen-Marken großer Schild

Provenienz: Fritz Kirchner (336. Heinrich Köhler-Auktion, 2009)

Opening: 300 €

¼ graupurpur, zwei Einzelmarken und 2 Groschen dunkelgraublau im kleinen Format L15 je mit klarem EKr. "GEBWEILER 21.11.74" auf Faltbriefhülle nach Liverpool mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung. Eine ungewöhnliche und seltene Frankatur-Kombination in traumhaft schöner Optik, Fotoattest Brugger BPP (2006)

Provenienz: J.J. Volny (95. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2006)
Sammlung Klaus Bartl (2006) 

Opening: 300 €

½ Groschen orange, zwei Einzelmarken und 1 Groschen karmin je mit sehr klarem DKr. "BRAUNSCHWEIG 22.NOV.1872" auf amtlichem Postkarten-Formular nach Glarus, Schweiz mit rückseitigem Ankunftsstempel "ENNENDA 24.XI.72. Die farbfrischen Marken sind sehr gut geprägt, in guter teils rauer Zähnung und einwandfrei erhalten. Die Postkartengebühr in die Schweiz war nur bis zum 31.12.1872 wie die Briefgebühr 2 Groschen, eine besonders schöne der wenigen Postkarten aus dieser Gebührenperiode

Provenienz: J.J. Volny (97. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2006)
Peter Hansen (6. Dr. Derichs-Auktion Berlin, 2011)

Opening: 100 €

½ Groschen orange und 1 Groschen karmin mit Rahmenstempel "HAMBURG E.P.B. No.17 4.12.74" auf Faltbriefhülle nach Middelfart, Dänemark mit Ankunftsstempel. Die farbfrischen Marken sind gut geprägt, gut gezähnt und in einwandfreier Erhaltung, die Briefhülle mit leichten Beförderungsspuren. Interessante und portogerecht frankierte 1 ½ Groschen-Frankatur bis 15 g aus den Postgebieten Schleswig, Holstein, Lübeck und Hamburg

Opening: 100 €

½ Groschen orange und 2 Groschen blau, je zwei Einzelwerte mit EKr. "STETTIN-BAHNHOF 22.4.74" auf Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe über 15 bis 30 g mit handschriftlichem Leitvermerk "via Ostende" nach London mit vorderseitigem Ankunftsstempel. Die sehr gut geprägten Marken zum Teil mit Altersspuren, sonst in guter Gesamterhaltung, dekorative 5 Groschen-Frankatur

Opening: 400 €

 ½ Groschen orange, 1 Groschen karmin und vier Einzelwerte 5 Groschen ockerbraun mit Rahmenstempel "DRESDEN STADTPOST-EXPED. No. 6. 19.12.74" auf auf vollständiger Wert-Paketadresse nach Davos, Schweiz. Zunächst wurden 11 Groschen deutsches und 10 1⁄2 Groschen schweizerisches Gewichtsporto austaxiert, mit entsprechendem Rötelvermerk “11/101⁄2“. Die übersehene Wertangabe wurde dann bemerkt und nun wurden inklusive Assekuranzgebühr 12 Groschen deutsches und 11 Groschen schweizerisches Porto taxiert, entsprechend mit schwarzem Tintenvermerk “fr 12/11 = 23“ und "fr 23" und der Paketzettel wurde mit einem rotem "W" gekennzeichnet. Die fehlende Gebühr in Höhe von 1 1⁄2 Groschen wurde in solchen Fällen durch Francodefect vom Absender eingezogen. Eine 5 Groschen-Marke mit Papier-Aufrauhung und das Formular mit kleinen Beförderungsspuren, sonst in guter Gesamterhaltung. Eine attraktive Frankatur auf seltener Auslands-Wert-Paketadresse mit Portokorrektur

Opening: 80 €

½ Groschen orange, zwei Einzelmarken und 2 Groschen blau mit Rahmenstempel "STRASSBURG i. ELS. E.P.B 23" auf Faltbriefhülle mit rückseitigem Bahnpost-Streckenstempel "STRASSBURG  2.12.IV AVRICOURT" via Paris mit Transitstempel nach Annecy mit Ankunftsstempel. Die beiden ½ Groschen-Marken mit Zähnungsunebenheiten, sonst in guter Gesamterhaltung

Opening: 200 €

1 Groschen karmin mit DKr. "ASCHENDORF 3.2." auf unterfrankierter Faltbriefhülle der 2. Gewichtsstufe über 15 bis 30 g im Grenzrayon mit Rahmenstempel "Unzureichend frankiert", durchgestrichenem L1 "FRANCO" und Nachgebühr-Taxe "15" (Cents) nach Vlachtwedde, Niederlande mit rückseitigem Ankunftsstempel von Winschotten in guter Gesamterhaltung. Ein dekorativer und seltener Grenzrayon-Brief der 2. Gewichtsstufe

Opening: 150 €

1 Groschen karmin mit klarem Hufeisenstempel "METZ 5.JULI.74" (Spalink 25-1N) auf komplettem Faltbrief im Wechselverkehr nach Diekirch, Luxemburg mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung. Dekorativer Brief mit besserem Hufeisenstempel

Provenienz: J.J. Volny, (92. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2005)

Opening: 1.000 €

1 Groschen karmin im senkrechten Dreierstreifen mit schwedischem Bahnpost-EKr. "PKXP. No.2 UPP. 2.10.1873" der Eisenbahn-Linie Malmö-Falkenberg als nachträgliche Entwertung auf Briefkuvert nach Helsingborg, Schweden mit rückseitig weiterem Bahnpost-Stempel "PKXP No.11 UPP. 2.10.1876". Das Aufgabedatum beim Schiffsbriefkasten war wohl der 30.9.1873, der letzte Tag der 3 Groschen-Gebührenperiode. Frankierte Briefe mit Schiffsbeförderung nach Schweden, die ohne Entwertung im Schiffsbriefkasten vorgefunden wurden, wurden direkt nach der Anlandung oder wie hier bei der weiteren Beförderung mit schwedischen Poststempeln entwertet. Die Marken sind farbfrisch und sehr gut geprägt, durch einen unvollständigen und viel zu kurzen Vorschub des Zähnungskammschlags erscheint die senkrechte Zähnung zwischen der oberen und mittleren Marke unregelmäßig, ist jedoch herstellungsbedingt normal und führte bei der oberen Marke zum kleinen Format L15. Ein attraktiver Brief in guter Gesamterhaltung mit außergewöhnlicher Fremdentwertung in Schweden, bisher sind nur sechs Briefe registriert, Fotoattest Dr. Zill BPP (2024)

Opening: 120 €

1 Groschen karmin im waagerechten Paar und zwei Einzelwerte je im kleinem Format L15 mit DKr. "EMDEN 24.10." eingeschriebener Briefhülle bis 15 g mit altem Hannover-Stempel "RECOMMANDIRT" nach Amsterdam mit Ankunftsstempel in guter Gesamterhaltung, Fotobefund Brugger BPP (2000)

Opening: 200 €

1 Groschen karmin, 2 Groschen blau und 5 Groschen ockerbraun je mit klarem DKr. "MEMEL 7.11.74" auf eingeschriebener Faltbriefhülle der 2. Gewichtsstufe an das Stadt-Weisen-Gericht in Riga, Russland mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung. Dekorative Dreifarben-Frankatur in recht seltener Verwendung nach Russland, Fotoattest Sommer BPP (1999)

Opening: 150 €

1 Groschen karmin und 2 Groschen blau je mit klarem EKr. "SAARLOUIS 14.11.72" auf eingeschriebener Faltbriefhülle im Wechselververkehr nach Luxemburg-Stadt mit Ankunftsstempel. Die farbfrischen Marken mit etwas Patina, sonst in guter Gesamterhaltung, eingeschriebene Briefe nach Luxemburg sind selten

Opening: 150 €

1 Groschen karmin und waagerechtes Paar und Einzelmarke 2 Groschen blau je mit klarem EKr. "NEUFAHRWASSER 13.4.73" auf eingeschriebenem Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe über 15 bis 30 g nach Laurvig, Norwegen mit Ankunftsstempel. Alle Marken sind sehr gut geprägt, die 1 Groschen- sowie mittlere 2 Groschen-Marke mit Randfehlern, der Umschlag mit einigen Gebrauchsspuren, ansonsten optisch ansprechend. Eingeschriebene Briefe nach Norwegen sind sehr selten, in Verbindung mit der 2. Gewichtsstufe sind bisher nur zwei Briefe bekannt

Opening: 150 €

1 Groschen karmin in Mischfrankatur mit Ausgabe 1874 2 ½ auf 2 ½ Groschen braunorange im waagerechten Paar je mit EKr. "COELN-BAHNHOF 7.7.74" auf eingeschriebener Faltbriefhülle der 2. Gewichtsstufe über 15 bis 30 g nach Amsterdam mit Ankunftsstempel. Die farbfrischen Marken sind gut geprägt und gut gezähnt, die 1 Groschen-Marke mit kleinem Eckbug, ansonsten in einwandfreie Erhaltung; eine dekorative Mischfrankatur

Opening: 500 €

2 Groschen blau mit EKr. "REMSCHEID 6.9.75" auf Faltbriefhülle nach Madrid, Spanien mit Ankunftsstempel in guter Gesamterhaltung. Ab 1.7.1875 galt für Briefe bis 15 g nach Spanien der neue UPU-Tarif von 20 Pf. Späte, nur 6 Monate mögliche und äußerst seltene Aufbrauchsverwendung als 20 Pfennige-Frankatur zum Weltpostvereinsporto, nach Spanien sind bisher nur drei tarifgerecht frankierte Briefe mit Brustschild-Frankatur registriert. Textauszug aus der General-Verfügung No 138 der Deutschen Reichs-Postverwaltung vom 21. Juni 1875: Der unter dem am 9. Oktober 1874 zu Bern zwischen Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Belgien, Dänemark, Egypten, Spanien, den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Niederland, Portugal, Rumänien, Rußland, Serbien, Schweden, der Schweiz und der Türkei geschlossene Vertrag, betreffend die Gründung eines Allgemeinen Postvereins, tritt am 1. Juli 1875 in Kraft.

Opening: 150 €

2 Groschen blau mit klarem EKr. "MANNHEIM 27.5.75" auf Firmen-Briefkuvert nach Schwyz, Schweiz mit Ankunftsstempel. Der Umschlag oben links mit kleiner Fehlstelle und unterhalb der Frankatur mit waagerechter Faltung, sonst in guter Gesamterhaltung. Nicht häufige und späte Verwendung der Groschen-Marke im ehemaligem Kreuzer-Gebiet

Opening: 150 €

2 Groschen blau mit EKr. "BERLIN P.EXP. III 21.2.74" auf unterfrankiertem Briefkuvert mit handschriftlichem Vermerk "Bfks" (Briefkasten), die Stempel "Insufficiently prepaid" und "MORE TO PAY" sowie Nachgebühr-Taxe "4" (Pence) in schwarzer Tinte nach Oxford mit Ankunftsstempel. Der Brief wurde als unfrankiert behandelt und vom 6 Pence Porto für den unzureichend frankierten Brief wurden 2 Groschen mit 2 Pence angerechnet (Rötelvermerk "2"), die restlichen 4 Pence wurden vom Empfänger eingezogen. Interessanter Brief in guter Gesamterhaltung

Opening: 250 €

2 Groschen blau im senkrechten Paar mit klarem "M.GLADBACH 15.4.74" auf eingeschriebener Briefhülle der 2. Gewichtsstufe im Grenzrayon nach Venlo mit Ankunftsstempel. Das farbfrische, sehr gut geprägt und gut gezähnte senkrechte Paar mit senkrechtem Bug, wie fast allen Briefen aus der bekannten Sanders-Korrespondenz. Bisher sind nur wenige R-Briefe der 2. Gewichtsstufe im Grenzrayon bekannt

Opening: 100 €

2 Groschen blau im waagerechten Paar mit aptiertem Hamburg DKr. "HAMBURG 21.4.74" auf eingeschriebener Briefhülle mit Handstempel "Recomandirt" nach Rotterdam mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung

Opening: 300 €

2 Groschen grauultramarin im senkrechten Viererstreifen mit EKr. "HANNOVER 30.5.74" auf eingeschriebenem Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe mit rotem Handstempel "P.D." und französischem Transitstempel via Paris nach Lyon mit Ankunftsstempel. Die farbfrischen Marken des Viererstreifens sind gut geprägt, üblich gezähnt und in einwandfreier Erhaltung. Eine attraktive, tarifgerechte und seltene Mehrfachfrankatur mit 6 Groschen Beförderungs- und 2 Groschen Rekommandationsgebühr, Fotoattest Krug BPP (2009)

Provenienz: 28. Joachim Erhardt-Auktion (1993)
Fritz Kirchner (336. Heinrich Köhler-Auktion, 2009)

Opening: 150 €

2 Groschen blau und 2 ½ Groschen braun je mit klarem EKr. "BERLIN P.A.45. N2 7.10.73" auf komplettem R-Faltbrief nach London mit vorderseitigem Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung, dekorative 4 ½ Groschen-Frankatur, Fotobefund Sommer BPP (2003)

Opening: 200 €

2 ½ Groschen braunorange mit klarem EKr. "WESSERLING ** 30.3.75" auf Faltbriefhülle nach Palermo, Italien mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung, eine nicht häufige und späte Verwendung aus 1875 zum 25 Pfennig-Tarif nach Italien

Opening: 100 €

2 ½ Groschen rötlichbraun mit Bahnpost Streckenstempel "HAMBURG 26.11 II VAMDRUP" auf Faltbriefhülle nach Christiansand, Norwegen in einwandfreier Erhaltung, dekorative Einzelfrankatur aus bekannter Korrespondenz mit Fotobefund Krug BPP (2017) Der Absender war die Hambuger Bank C. H. Donner, die seit 1816 in Altona ihre Geschäfte führte und seit 1871 ihren Stammsitz in Hamburg hatten. Der Kaufmann und Reeder Conrad Hinrich Donner gründetet das Handelshaus "Hamburger Banco" 1798, sein Enkel Conrad Hinrich III. Donner war 1870 Mitgründer der "Commerz- und Disconto-Bank" in Hamburg, der späteren Commerzbank AG