111100 | German Empire ➝ Stamps ➝ Brustschilde



Opening: 150 €
1872, portofreies Briefkuvert "Großherzogliche Angelegenheit" von "CARLRUHE 4.JAN" an den Geheimrath Dr. Scherf in Freiburg mit Ankunftsstempel, komplett mit rückseitigem Lacksiegel und Inhalt mit eigenhändiger Unterschrift von Großherzog Friedrich I. von Baden.
Bei der Proklamation von König Wilhelm I. zum Kaiser im Spiegelsaal von Versailles am 18.1.1871 sprach der Großherzog Friedrich I. von Baden vor den versammelten Fürsten das erste Hoch auf den neuen Kaiser aus.




Opening: 150 €
1872, blauer EKr. "BREMEN N1 27.4.72" auf Paketkbegleit-Briefkuvert für zwei Pakete (6 Pfund 400 g und 33 ½ Pfund, Gesamtporto 45 ½ Groschen nicht deklariert) mit Zollstempel und handschriftlichem Zolltaxvermerk "21 Kr." (Kreuzer) an "Ihrer Majestät der Königin Witwe von Griechenland Hofmarschallamt" via Eisenach nach Bamberg, Bayern. Vorderseitig mit handschriftlichem Vermerk für das Bestellgeld für die Zustellung ins Haus im Ortszustellbezirk mit "3x" (Kreuzer für ein Paket bis 25 Pfund) und "9x" (Kreuzer für ein Paket über 25 Pfund). Sehr seltener Paketbegleitbrief aus dem Brustschild-Gebiet mit zwei verschiedenen bayerischen Bestellgeld-Gebühren, Fotobefund Krug BPP (2011)




Opening: 200 €
1872, schwarzer EKr. "FRANKFURT 3.9.72" auf Nachnahme-Postkarte (amtliches Formular C. 154) mit Blaustifttaxe "3 fl 44" (3 Gulden 44 Kreuzer) für ein Zeitungsabonnement der "Union Deutsche Badezeitung Reise-Verkehrsnachrichten" (Prägesiegel auf Karte) und Auslagen-Stempel an das Hotel Bellevue in Bern mit Röteltaxe "8 fr" in guter Gesamterhaltung. Die Gesamtgebühr 3 Gulden 44 Kreuzer = 2 Thaler 4 Groschen = 8 Schweizer Franken (laut Reduktionstabelle) wurde vom Empfänger eingezogen. Eine sehr seltene, ab dem 11.4.1968 mögliche Nachnahme-Sendung in die Schweiz, bisher aus der Brustschildzeit kein weiteres Exemplar bekannt



Opening: 100 €
1872, klarer DKr. "NEUSTRELITZ 26.9.72" auf komplettem Packetbegleit-Faltbrief "Frei laut Avers Nr. 4" nach Ratzeburg mit Ausgabestempel und rückseitiger Blaustifttaxe "1" (Groschen) für das Bestellgeld für ein Paket mit Zustellung ins Haus innerhalb des Ortszustellbereichs, gute Erhaltung, das Bestellgeld wurde von Empfänger eingezogen. Der Faltbrief ist in einwandfreier Erhaltung, seltener Beleg mit aversioniertem Fahrpost-Porto und zu bezahlendem Bestellgeld



Opening: 200 €
1872, Rahmenstempel "K.PR:FELD-POST-RELAIS No. 47 30.10." (Epernay) klar auf Rücksendeteil eines behördlichen Post-Behändigungs-Schein mit Blaustifttaxe "2" (Groschen) nach Berlin mit Ausgabestempel. Die Taxe "2" (Groschen = 1 Groschen Insinuationsgebühr + 1 Groschen für den Rückweg) wurde wieder gestrichen und es erfolgte eine Kennzeichnung als portofreie "Feldpost-Brief-Sache", erster registrierter Feldpost-Behändigungsschein aus der Brustschildzeit, eine außergewöhnliche postgeschichtliche Seltenheit




Opening: 100 €
1872, klarer EKr. "PFORZHEIM 6.11.72" auf Postsachen-Formular "Briefpost. Zutaxierung eines Franco-Defects" (handschriftlich in "Fahr"-Post geändert) mit vorderseitigem Textzudruck "Sgr. resp. (2) Kr. zutaxiertes Porto" für ein um 2 Kreuzer unterfrankiertem Wertbrief nach Offenburg, übliche Faltspuren und rückseitig ein Riss mit Falren verklebt, Fotobefund Krug BPP (2016)



Opening: 120 €
1873, klarer DKr. "RODA 6.1.73" auf komplettem Postvorschuss-Faltbrief "Post-Dienst-Sache" im Ortsverkehr zur Einziehung von 17 1⁄2 Groschen mit Auslagen-Stempel und Blaustifttaxe „pro 17 1⁄2“. Der Empfänger „Landwirtschaftlicher Verein Roda“ nutzte
das Verfahren der Portostundung und monatlichen Abrechnung der gestundeten Portobeträge, eingezogen wurden für den Monat Dezember 1872 17 1⁄2 Groschen = 5 Groschen Porto-Contogebühr (Minimalsatz) + 12 1⁄2 Groschen creditierte Porto- und Francobeträge, aus der Brustschildzeit weniger als fünf derartige Belege registriert, sehr seltener Postvorschussbeleg im Ortsverkehr



Opening: 100 €
1873, Landpoststempel "VADENROD" auf portofreiem, eingeschriebenem Briefkuvert von "ROMROD 24.2.1873" mit Handstempel "Chargé" an Großherzog Ludwig III. von Hessen und bei Rhein etc." in Darmstadt mit Ausgabestempel. Der Umschlag mit Beförderungsspuren im Rand, zur Brustschildzeit eine sehr seltene Landpoststempel-Nachverwendung auf Brief mit interessanter Empfänger-Adresse



Opening: 100 €
1873, kompletter Faltbrief mit EKr. "GROSS-ZIMMERN 12.9.73" als eingeschriebener Postsache "Post Mandat" mit der Anfrage einer Wechselstundung betreffend mit Handstempel "Chargé" nach Rüsselsheim mit Ankunftsstempel. Der Faltbrief rechts etwas fleckig, sonst in guter Gesamterhaltung, eingeschriebene Postsachen mit Vermerk "Post-Mandat" sind aus der Brustschildzeit selten



Opening: 150 €
(1874), violette "Noth-Adresse" (Paketkarte) mit komplettem Lacksiegel "GELDDECARTIERUNG COELN" für eine Paketkarte mit Wertangabe von Düsseldorf nach Ninove, Belgien als Postsache portofrei versendet. Formular unten mit waagerechter Faltung und kleines Nagelloch, sonst in guter Gesamterhaltung - sehr seltenes Formular für eine Fahrpostsendung ins Ausland



Opening: 300 €
1875, Postvorschuß-Briefkuvert über 1 Mark 50 Pfennig von "BERLIN P.A.No. 1 20.1.75" mit violettem Auslagezettel "Berlin, P.A. No.1" und Blaustifttaxe 150/60 (= Postvorschuß 150 Pfennig + 40 Pfennig Briefgebühr + 10 Pfennig Procuragebühr + 10 Pfennig Portozuschlag für die unfrankierte Sendung) des Hofgraveurs H.G. Schilling nach Graudenz mit Ankunftsstempel. Die Gesamtsumme von 210 Pfennig wurde vom Empfänger eingezogen, rückseitig mit blauer Verschluss-Oblate "„HOF-GRAVEUR Sr. MAJESTÄT DES KÖNIGS", der Umschlag mit Beförderungsspuren
Heinrich Gustav Schilling (H. G. Schilling) hat als „erster Graveur“ alle Urstempel der Briefmarken und Ganzsachen, die in der preußischen Staatsdruckerei von 1872 bis 1875 hergestellt wurden, graviert. Ausnahmen sind wohl die Buchdruckmarken der Pfennige-Ausgabe 1875 (3 Pfge. und 5 Pfge.) sowie die 1/2 Gr.- und 2 Kr.-Postkarten (siehe Jung Friedhelm, Die Schilling-Dynastie), ein bedeutendes postgeschichtliches Dokument zur Brustschild-Philatelie vom Graveur der Brustschild-Ausgaben
Provenienz: 120. Felzmann-Auktion (2008)








































































Opening: 4.000 €
1872/74, hochwertige gestempelte Sammlung mit Marken und 11 Postkarten, dabei u.a. Mi.-Nr. 2a mit Ersttags-Entwertung DKr.-Stpl. "STRIEGAU", 2a mit rauer Zähnung, 2a FZLr7, 2b FZLou5, 3IV, 3X mit NDP EKr.-Stpl. "BEISSENFOERTH 23 7 72", 4 mit Ersttags-Entwertung, 5 mit blauem DKr.-Stpl. "K. PR. FELDPOST-RELAIS N° 64 7/9", Mi.-Nr. 5 mit L1 "FRANCO" Stempel, 7 entwertet mit Baden Uhrradstempel "2" mit Fotoattest Krug BPP (2022), Mi.-Nr. 8 mit Postablagestempel "VILLINGEN", 9 mit EKr. Stempel "ROTHENFELS 19 JUL", 11, 12, 13, 15 auf Briefstück, 15 mit Stempel vom letzten Gültigkeitstag, 17a stark vertikal verschoben, 18b mit FA Sommer BPP, 21c mit FA Krug BPP (2021), 23b mit kleinerem Format L15 mit FA Brugger BPP (2010), 28 farbfrisch jedoch repariert mit FA Krug BPP (2020), viele bessere Stempel, Plattenfehler, uvm., mit über 50 Befunden und Fotoattesten Sommer, Krug, Brugger und Jäschke-L. BPP, fast alle weiteren Marken mit Signatur, meist gute Erhaltung, sauber aufgezogen















Opening: 1.500 €
1872/1874, ungebrauchte Sammlung von 51 Marken Kleiner und Großer Schild in üblich unterschiedlicher Erhaltung von leicht fehlerhaft bis Pracht, dabei u.a. MiNr. 1 (2), 2, 3, 4, 5, 6, 7 (2), 8 (2), 9, 10 (2), 11 (2), 14, 17 b, 20 II, 21 a, 23 b, 24 (2), 27 (3 incl. einmal bessere Farbe). Begleitet wird die Sammlung von 18 BPP-Befunden/-Attesten.














Opening: 1.200 €
1872/1875, meist gestempelter Sammlungsbestand von ca. 230 Marken in unterschiedlicher Erhaltung von oft fehlerhaft bis teils Pracht, mit besseren Werten wie MiNr. 8, 11, 11 I, 15, 15 I, 17 b, 21 b, 24, 27, 30 (oft mehrfach), beigefügt sind elf Atteste/Befunde (meist BPP).