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341 / September 2010

341. Heinrich Köhler Auction

341 / September 2010

341. Heinrich Köhler Auction

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733000 | Luftpost ➝ Zeppelinpost

Opening: 350 €

1900/38 (ca.), 70 ungebrauchte und gebrauchte Ansichtskarten

Opening: 150 €

1905/13 (ca.), 36 deutsche Zeppelin-Vignetten, ungebraucht, teils postfrisch

Opening: 80 €

1909/36, 22 Bildkarten und Fotos, meist vor 1920

Opening: 2.000 €

1928/37, Sammlung von rd. 90 Karten und Briefen mit etwas Vertragsstaaten, meist gute Erhaltung

Opening: 500 €

1929/39, 8 deutsche und rumänische Zeppelinbriefe und -karten

Opening: 300 €

1929/31, 15 Briefbund- und andere Zettel mit Bestätigungsstempel diverser Fahrten, u.a. Weltrundfahrt, Südamerikafahrt 1930 etc., teils zusätzlich Bordpoststempel oder Stempel "Friedrichshafen" in verschiedenen Formen, alle unadressiert, dennoch interessantes Los

Opening: 1.000 €

1930/39, über 40 Briefe/Karten sowie einige bessere Zeppelinmarken; dazu ca. 90 Lufthansa-SAS-KLM-u.a. Briefe

Opening: 800 €

1939/33, 16 Briefe bzw. Karten mit teils besseren Frankaturen, dabei mehrfach 2-4 M. SAF auf Karten und Briefen, 1-4 M. Polarfahrt je auf Brief bzw. Karte, 1-4 M. Chicagofahrt auf Briefen, außerdem halbamtliche Flugpost Mi.-Nr. 10 auf Karte; etwas unterschiedliche Erhaltung

Opening: 10.000 €

1908, 8. Fahrt, die sogenannte Mainzer Fahrt am 4. und 5.8., Fotokarte, geschrieben von Kapitän Georg Hacker an seine Frau. Das Luftschiff, das zur Bestätigung seiner Leistungsfähigkeit eine 24stündige Fahrt mit einer Wegelänge von mindestens 700 km zurücklegen sollte, musste wegen Ausfall eines Motors am 4.8. bei Kornsand gegenüber von Oppenheim um 5:24 Uhr auf dem Rhein landen und konnte seine Fahrt um 22:22 Uhr fortsetzen. Der Kartentext von Kapitän Hacker "Oppenheim 4.XIII.08 Landung zur Ballastaufnahme" verschweigt den wahren Grund der außerplanmäßigen Landung, sie wurde von Hacker einem Schaulistigen anvertraut und trägt den Aufgabestempel "WALLERSTAEDTEN 5.8.08". Nur wenige Abwurfbelege von der Mainzer Fahrt bekannt, bei dieser Karte handelt es sich um den einzig bekannten postalischen Beleg, der die Landung bei Kornsand/Oppenheim dokumentiert, damit große Seltenheit aus der Frühzeit der deutschen Aerophilatelie in hervorragender Erhaltung, ausführliches Fotoattest Leder AIEP

Opening: 25.000 €

Fotokarte (leichte Bedarfsmängel), geschrieben vom Bordmonteur Laburda mit Zusatztext "der Finder dieser Karte wird gebeten, es in Briefkasten zu werfen"; die Karte wurde in Fortsetzung der Mainzer Fahrt zurück nach Friedrichshafen befördert, wobei nach Motorschäden eine Landung auf dem Cannstatter Wasen in der Nähe der Daimler-Werke versucht wurde. Wegen starken Windes wurde diese statt dessen um 7 Uhr 51 südöstlich von Echterdingen durchgeführt. Das provisorisch verankerte Luftschiff wurde um 15:00 Uhr von einer Gewitterböe losgerissen und konnte nach Gasablassen wieder gelandet werden, jedoch entzündete sich ausströmendes Gas und das Luftschiff ging in Flammen auf und wurde vollständig zerstört. Die Karte wurde vom Monteur Laburda vorher während der Überfahrt über Stuttgart abgeworfen, trägt einen "Gruß vom Finder" und ist entwertet "STUTTGART BAHNHOF 5. AUG. 08". Von der Rückfahrt der Mainzer Fahrt ist bislang nur eine Meldekarte von Graf Zeppelin bekannt, die vorliegende die erste bekannte Abwurfkarte einer privaten Korrespondenz, im Zusammenhang mit dem Unglück eines der wichtigsten Dokumente aus der Frühzeit der deutschen Aerophilatelie; ausführliches Fotoattest Leder AIEP

Opening: 80 €

Metallpostkarte (kupferfarben), gefertigt aus den Resten des bei Echterdingen verunglückten Luftschiffes mit lilafarbenem offiziellen Umschlag, ungebraucht, kleine Mängel

Opening: 80 €

dito, messingfarben, Kabinett

Opening: 200 €

2 Vordruck-Huldigungskarten (eine mit Eckbug) anläßlich des Unglücks bei Echterdingen von Wien bzw. Brünn

Opening: 20.000 €

1909, Ganzsachenkarte 5 Pfg., geschrieben vom damaligen Düsseldorfer Oberbürgermeister Wilhelm Marx mit Text "An Bord des Z3 Sonntag den 19. Sept. ..." und zusätzlich "Bitte den geehrten Finder diese Karte in den Postkasten zu werfen" mit Aufgabestempel "MEHLEM 19.9.09" nach Olpe. Die erste Fahrt als neues Heeresluftschiff Z3 führte das LZ 6 am 19.9. von der ILA Frankfurt nach Düsseldorf, wo auf Betreiben des Absenders im selben Jahr mit dem Bau der Luftschiffhalle auf der Golzheimer Heide begonnen wurde; laut ausführlichem Fotoattest Leder AIEP gehört die Abwurfkarte "zu den wichtigsten Dokumenten der Pionierluftfahrt"

Opening: 1.000 €

1909, Fotokarte des LZ 6 auf seiner 19. Fahrt am 22.9.09  über Tübingen (Rückfahrt von der ILA nach Manzell) mit aufgeklebter Zeppelin-Vignette und 2 darauf übergehenden Ovalstempeln „LUFTSCHIFF Z III SIGNALPOST«, adressiert (Marke entfernt) an Georg Hacker, Kommandant des LZ 5 mit interessantem Text

Opening: 5.000 €

Barographenkurve zur 37. Fahrt am 7.10.09 (im Sieger für diesen Tag keine Fahrt gelistet) mit violettem Bordstempel "SIGNALPOST" und Signatur von Kapitän G. Hacker, rückseitig in Schreibmaschinenschrift Erläuterungen zur Fahrt, sehr selten

Opening: 1.500 €

1911, Speisekarte mit dekorativer farbiger Abbildung des Luftschiffes und Bordstempel vom 11.4.11 (Fahrt Frankfurt-Düsseldorf), Gebrauchsspuren, Speisekarten der „Deutschland« sind sehr selten

Opening: 1.000 €

Tagesbericht über die Fahrt vom 2.5.11 (Düsseldorf) mit Bemerkung "1. Passagierfahrt, zu der nur 2 Passagiere gemeldet hatten. Auftrieb ist so schlecht, dass wir nicht mehr wie 2 Gäste einladen konnten. Zum Teil liegt es an dem langen Liegen wegen der Reparatur und dem schlechten Wetter...", mit Unterschrift des Stationsleiters Eckener, seltenes Dokument

Opening: 2.000 €

Blumentag Düsseldorf, Pappkarton (ca. 19,5x13,5 cm) mit Text "Am 7.5.1911 über Düsseldorf abgeworfene Tulpe" und mit Resten dieser Blume mit daran per Draht befestigtem Anhänger mit Druck "Gruß aus dem Luftschiff "Deutschland" Düsseldorf, den 7.5.11", abgeworfen von Frau Hacker, deren Mann Kapitän des Luftschiffes war, und ihrem Sohn. Beigefügt Karte von 1934, an den Sammler Otto Kühndelt in Osnabrück, in der Hacker Bezug auf das Ereignis nimmt, mit Unterschrift; große Zeppelin-Rarität, Fotoattest Leder BPP (Mi.-Nr. 8Ec)

Opening: 200 €

2 verschiedene Katastrophen-Ansichtskarten vom Unglück in Düsseldorf, geschrieben dort den 16. bzw. 18.5.11 mit jeweils Aufgabestempel "ANNWEILER 14 JAN 14", eine Karte bayerische Frankatur entfernt

Opening: 400 €

1911, farbige Karte "Fahrten mit Zeppelin-Schiffen" mit violettem Bordstempel vom 10.10. (Fahrt nach Oos) mit Aufgabestempel "BÜHL 12.10.11" nach Berlin, Kabinett

Opening: 400 €

Karte "Fahrt der Reichstagsmitglieder über dem Bodensee" (links oben leichter Eckbug) mit violettem Bordstempel vom 12.5.12 mit Aufgabestempel "WIESBADEN 12.5.12" und handschriftlichem Findervermerk, Pracht

Opening: 750 €

Delag-Karte „Im Gewittersturm« (Teil der Adresse radiert) mit violettem Bordstempel mit Stempelirrtum „30 MRZ. 1911« (statt 1912) (Oos-Rundfahrt) mit Aufgabestempel „IFFEZHEIM 30.3.12« nach Oos, selten (siehe Anmerkung Sieger S. 26)  

Opening: 1.500 €

1911, Barographenkurve der 40. Fahrt vom 19.8.11 sowie Maschinenbericht von der gleichen Fahrt mit Unterschrift des Fahringenieurs Dr. Lempertz

Opening: 300 €

1912, Delag-Karte "Landung" mit Bordstempel vom 5.7.12 (Fahrt von Sylt nach Hamburg), geschrieben von Dr. Eduard Dralle an seinen Vater Georg, Gründer der bekannten Firma, Kabinett, Befund Edgar Mohrmann