103600 | Altdeutsche Staaten ➝ Hannover ➝ Marken



Opening: Gebot
1/10 Taler orange genetzt, voll-bis breitrandiges Unterrandstück mit Reihenzähler "6" , mit sauber aufgesetztem Doppelkreisstempel "SCHARMBECK 30/6" auf Briefstück. Rechts unauffällige senkrechte Bugspur, sonst einwandfrei.



Opening: 200 €
1/10 Taler orange genetzt, voll- bis breitrandiges waagerechtes Paar, rechts mit vollem Bordürenrand mit Reihenzähler "7", mit sauber aufgesetztem Doppelkreisstempel "BEDERKESA 20/9" auf Briefstück. Schöne einwandfreie Erhaltung.



Opening: 400 €
1/30 Taler rosa genetzt, waagerechter 3er-Streifen, voll- bis breitrandig unf farbfrisch, mit sauber aufgesetztem Einkreisstempel "GOSLAR 29/11" (1858) auf komplettem Brief nach Hamm. schärfere Brieffaltung außerhalb der Frankatur und beim linken Wert der Gummi etwas durchschlagend, sonst einwandfrei.




Opening: 500 €
1 Gr. rosa, voll-bis breitrandig, mit sauber aufgesetztem blauem Doppelkreisstempel "HANNOVER 30 1" auf dekorativem, flächig bedrucktem Reklame-Briefkuvert von 'Hartmann's Hotel' nach Stadtallendorf mit Ankunftsstempel von Kreiensen. Die Marke in der rechten oberen Ecke etwas aufgefasert, das Kuvert gering fleckig und oben minimaler Randspalt. Derartige Reklame-Kuverts sind aus den altdeutschen Staaten sehr selten. Ein dekoratives Stück.




Opening: 1.000 €
1859, 2 Gr. ultramarin, diagonal halbiert, linke untere Hälfte, farbfrisch und gleichmäßig vollrandig geschnitten, mit zentrisch und klar aufgesetztem Doppelkreisstempel "CATLENBURG 7/5" auf Briefstück. Eine besonders attraktiver Halbierung dieser Marke in tadelloser Erhaltung. Signiert Brettl und Hunziker, Fotoattest Jäschke-Lantelme BPP (2022)
Provenienz: 64. Heinrich Köhler Auktion (1930)




Opening: 20.000 €
1859, 1 Gr. rotkarmin, diagonal halbiert, linke obere Hälfte, farbfrisch und vollrandig geschnitten, mit zentrisch und klar aufgesetzter Taxziffer "2" auf komplettem Faltbrief mit handschriftlichem Aufgabevermerk "Carolinensyhl 13/11 59" nach Wittmund mit Ankunftsstempel vom selben Tag. Der Brief ist in den Faltungen teils getrennt und an einigen Stellen mit Falzen gestützt, sonst einwandfreie und frische Erhaltung. Ein außerordentlich attraktives Belegstück dieser seltenen Halbierung; mit der Entwertung durch den Taxstempel sind nur noch zwei weitere Briefe bekannt. Signiert Friedl Wien, Decker und Drahn, Fotoattest Jäschke-Lantelme BPP (2022)
Provenienz: Sammlung Rothschild (H.R. Harmer 1939), 'Romanow' (6. Kruschel-Auktion, 1975), John Boker jr. (1998)
Referenz: Titelseite von Rolf Rohlfs 'Die Hannover-Halbierungen'



Opening: 1.000 €
3 Groschen dunkelorangegelb im waagerechten 12er-Block, sehr schön farbfrisch und voll-bis breitrandig, sauber entwertet durch blauen Doppelkreisstempel "HANNOVER 1/5", tadellos, u. a. signiert Alberto Diena und Metzer



Opening: 150 €
3 Groschen dunkelorangegelb, farbfrisch und voll-bis breitrandig, mit klar aufgesetztem blauen Einkreisstempel "JORK 24/5" (1861) auf komplettem Charge-Brief der zweiten Gewichtsstufe mit nebengesetztem roten "RECOMMANDIRT" nach Assel. Eine attraktive Einzelfrankatur in einwandfreier Erhaltung.



Opening: 400 €
2 Groschen ultramarin, Unterrandstück mit Jahreszahl "(1)865" in Stellung II, farbfrisch und gut durchstochen mit klar auf- und nebengesetztem kleinen Doppelkreisstempel "MEPPEN 31/8" auf Briefhülle mit nebengesetztem violettem "RECOMMANDIRT" nach Lingen. Die Briefhülle außerhalb der Frankatur leicht bügig, sonst einwandfrei.



Opening: 200 €
1 Groschen rotkarmin, waagerechtes Unterrandpaar mit Jahreszahl "1865" in Stellung III, farbfrisch und gut durchstochen mit klar aufgesetztem kleinen Doppelkreisstempel "GEESTEMÜNDE ZOLLVEREIN 9/4" als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 1 Groschen nach Magdeburg und nachgesandt nach Sudenburg. Ganz minimale Patina, sonst einwandfrei.
104700 | Altdeutsche Staaten ➝ Lübeck ➝ Marken





Opening: 15.000 €
1859, ½ Schilling dunkelviolettgrau und waagerechtes Paar 1 Schilling schwärzlichorange, alle in schöner tiefer und frischer Farbe und allseits breitrandig geschnitten, mit mehrfach sauber aufgesetztem Strichstempel auf komplettem Faltbrief mit nebengesetztem Doppelkreisstempel "LUEBECK 25/7" (1861) nach Crivitz in Mecklenburg. Die ½ Schilling kleiner Spalt oben bis in die Randlinie reichend, die linke 1 Schilling mit unauffälligem senkrechten Bug aufgeklebt, sonst einwandfreie frische und ursprüngliche Erhaltung. Dies ist mit Stempelentwertung sowohl die einzige derartige Frankaturkombination als auch das einzige Paar der Nummer 2 auf Brief, die wir registriert haben. Signiert Decker, Friedl und Köhler, Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: John Boker jr. (1988)




Opening: 2.000 €
2 Schilling rötlichbraun, farbfrisch und voll- bis breitrandig, mit sauber aufgesetztem Doppelkreisstempel mit Zierstück "LUEBECK 8/12" (1860) auf kleinem Faltbrief nach Hamburg. Unterhalb und teilweise unten auf der Marke befinden sich Spuren eines blauen Stempels, möglicherweise eines irrtümlich teilweise abgeschlagenen Absenderstempels. Der Stempel mit Zielstück ist als Entwerteter eine große Seltenheit; es ist nur ein weiterer Brief mit der 2 Schilling registriert. Signiert W. Engel und Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: John Boker jr. (1985)




Opening: 1.000 €
2½ Schilling magenta, farbfrisch und voll- bis breitrandig, mit sauber aufgesetztem Strichstempel und sauber nebengesetztem Doppelkreisstempel "LUEBECK 27/11" (1862) auf Faltbrief nach Gnoien in Mecklenburg mit vorderseitig notiertem Bestellgeld von ¼ Schilling. Eine besonders attraktive Einzelfrankatur in tadelloser Erhaltung. Signiert Kurt Maier und Kruschel, Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: Sammlung Tomasini (16. Kruschel-Auktion 1982)





Opening: 4.000 €
1862, ½ Schilling, farbfrisch und allseits gut voll-bis sehr breitrandig, mit klar aufgesetztem Strichstempel und sehr schön abgeschlagenem Doppelkreisstempel "LUEBECK 22/5" auf blauem Briefkuvert als Ortsbrief gelaufen. Sehr schöne frische und tadellose Erhaltung. Es sind nur rund ein Dutzend Einzelfrankaturen dieser Marke registriert; die hier angebotene ist unseres Erachtens die schönste bekannte. Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: Sammlung Traber (157. Edgar Mohrmann-Auktion, 1981) John Boker jr. (1988)





Opening: 8.000 €
1 Schilling dunkelrötlichorange, sieben Einzelwerte, alle farbfrisch und meist gut durchstochen (die rechts klebende Marke teils etwas unregelmäßig), mit sauber aufgesetztem Doppelkreisstempel "LUEBECK 6/7" als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 1 Schilling im Großformat, als Brief der 2.Gewichtsstufe nach Merseburg a.d. Saale. Das Kuvert vorder- und rückseitig mit kleinen Reparaturstellen und der Brief insgesamt etwas gereinigt, sonst einwandfrei. Eine einmalige und ungemein attraktive Massenfrankatur in Kombination mit einer ohnehin schon sehr seltenen Ganzsache. Ein Stück das seinesgleichen sucht. Signiert Thier und Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: 25. Heinrich Köhler-Auktion (1921), Gaston Nehrlich (Eigentümerzeichen), John Boker jr. (1985)




Opening: 500 €
4 Schilling ocker, farbfrisch und gut durchstochen, mit sauber aufgesetztem Doppelkreisstempel "LUEBECK BAHNHOF 16/2" (1864) nach Prag an einen Gast im "Hotel zum englischen Hof". Sehr schöne einwandfreie Erhaltung. Ein attraktiver und mit dem Bahnhofs-Stempel seltener Brief im Wechselverkehr mit Österreich. Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: Sammlung Traber (157. Edgar Mohrmann-Auktion, 1981) John Boker jr. (1988)




Opening: 2.000 €
1863, 4 Schilling ockerbraun, ½ Schilling grün und 1 Schilling rötlichorange, alle farbfrisch und bis auf kleine Durchstichkerbe bei der ½ Schilling einwandfrei durchstochen, mit sauber auf- und nebengesetztem Langstempel "LÜBECK BAHNHOF" auf Briefhülle nach Sankt Petersburg mit rückseitigen Bahnpoststempeln "LÜBECK-HAMBURG" und "HAMBURG-BERLIN". Sehr schöne und besonders frische, tadellose Erhaltung. 3 Farben-Frankaturen der Prägedruckausgabe sind außerordentlich selten, in dieser Kombination haben wir nur eine weitere registriert. Signiert Ressel, Kruschel, Jakubek und W. Engel, Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: 19. Kruschel-Auktion (1984)
104800 | Altdeutsche Staaten ➝ Lübeck ➝ Ganzsachen




Opening: 500 €
1864, Ganzsachenausschnitt 4 Schilling hellbraun, breitrandig viereckig geschnitten, mit sauber aufgesetztem Doppelkreisstempel "LUEBECK 19/7" auf kleinem Briefstück. Der Ausschnitt außerhalb des Wertstempels links unten etwas bügig mit kleinem Einriss; das Briefstück rückseitig etwas geschürft (in der Durchsicht hell), sonst einwandfrei. Ganzsachenausschnitte von Lübeck sind allesamt außerordentlich selten; von diesem haben wir nur zwei weitere Briefstücke registriert. Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: John Boker jr. (1985)




Opening: 4.000 €
1863, Ganzsachenausschnitt 4 Schilling hellbraun, breitrandig viereckig geschnitten, mit sauber aufgesetztem Doppelkreisstempel "LUEBECK 15/9" auf Briefkuvert nach Berlin mit rückseitigen Bahnpost- und Distributionsstempeln. Der Ausschnitt ist einwandfrei, das Kuvert mit kleinen Reparaturstellen und fehlende rückseitige Verschlussklappe. Ganzsachenausschnitte von Lübeck sind auf Brief große Seltenheiten; wir haben insgesamt nur zehn Belege registriert. Dies ist der einzig bekannte Brief mit diesem 4 Schilling-Ausschnitt. Signiert Friedl, Wien und Fotoattest Mehlmann BPP (2022)
Provenienz: Sammlung Rothschild (Harmer 1939), 77. Shanahan-Auktion (1958), John Boker jr. (1987)
106600 | Altdeutsche Staaten ➝ Oldenburg ➝ Vorphilatelie



Opening: 300 €
1844, kleines Briefkuvert mit in schwarz und gold gedruckten Biedermeiermotiven und Blumenranken, mit Rahmenstempel "OLDENBURG 11 JUN. 44" und nebengesetztem "FRANCO" (etwas nachgemalt) nach Anspach mit rückseitigem Durchgangsstempel des Thurn&Taxis-Postamtes von Bremen und Ankunftsstempel. Rückseitig kleiner Teil fehlend und Siegel ausgeschnitten und mit Papieroblate überklebt. Ein äußerst attraktives Stück.




Opening: 100 €
1849, kompletter Faltbrief (innen kleiner Teil durch Öffnung fehlend) als Militärdienstsache mit sauber aufgesetztem Rahmenstempel "OLDENBURG 25 JUL. 49" und klar nebengesetztem "Vom Auslande Pto. von Bremen" an einen Oberst in Dresden; rückseitig Durchgangstempel von Bremen und Ankunftsstempel.
106700 | Altdeutsche Staaten ➝ Oldenburg ➝ Marken




Opening: 200 €
1/30 Thaler auf blau, Type I, waagerechter 3er-Streifen, farbfrisch und voll- bis breitrandig, sauber entwertet mit vorphilatelistischem Rahmenstempel "NEUENBURG 7/8". Die beiden rechten Marken minimale Bugspuren und winzige punkthelle Stelle am Unterrand, sonst tadellose und frische Erhaltung. Fotoattest Stegmüller BPP (2022)




Opening: 1.000 €
1/30 Thaler auf blau, Type III, senkrechter 3er-Streifen, farbfrisch und voll- bis breitrandig mit blauem "FRANCO" und nebengesetztem Rahmenstempel "OLDENBURG 8/12" auf Briefhülle nach Bochum. Minimale Druckspur im Zwischenraum des unteren Paares und in der Hülle kleiner Einschnitt unten hinterklebt, sonst tadellose und frische Erhaltung. Es sind nur ganz wenige senkrechte 3er-Streifen der 1/30 Thaler auf Brief registriert. Signiert Friedl, Wien und Fotoattest Stegmüller BPP (2022)
Provenienz: 13. Heinrich Köhler-Auktion (1916) John Boker jr. (1986)







Opening: 20.000 €
1852, 1/15 Thaler auf mattbräunlichrot, Type II, farbfrisch und allseits breitrandig, links mit 2,5 mm Bogenrand, mit sauber auf- und nebengesetztem blauen Rahmenstempel "JEVER 4. JAN:52" auf komplettem Faltbrief nach Bramsche bei Osnabrück. Sehr schöne tadellose Erhaltung. Als offizieller Ersttag der ersten Ausgabe von Oldenburg gilt der 5. Januar 1852; in der Regierungs-Bekanntmachung vom 28.12.1851 heißt es lediglich: "Es können Francomarken von 5. Januar k. J. bei den Postbureaux gekauft werden." Dies ist die frühest bekannte Verwendung einer Oldenburg-Marke; neben diesem Stück ist kein weiterer Ersttagsbrief von Oldenburg bekannt. Zweifellos eine philatelistische Kostbarkeit. Signiert Kruschel und Fotoattest Stegmüller BPP (2022)
Provenienz: Baron Rieger (13. Kruschel-Auktion, 1980), John Boker jr. (1985)




Opening: 3.000 €
1/15 Thaler auf mattbräunlichrot, Type I, allseits breitrandige rechte untere Bogenecke mit 9 mm Bogenrand rechts und 28,5 mm Bogenrand unten, sehr schön entwertet durch klar aufgesetzten blauen Langstempel "DAMME". Ein kleiner kerbenförmiger Ausschnitt im Bogenrand unten wurde mit farblich passendem Markenpapier hinterklebt, sonst tadellose Erhaltung. Die wohl sensationellste Bogenecke von Oldenburg. Fotoattest Stegmüller BPP (2022)
Provenienz: 40. Heinrich Köhler-Auktion (1925), 72. Heinrich Köhler-Auktion (1931) , John Boker jr. (1986)